Kapitel 7 – „Singen, Tanzen, Trinken“

Kapitel 7 – „Singen, Tanzen, Trinken“

Jubel, Trubel, Heiterkeit stellte die Stadt Treva auf den Kopf. Die Bürger lagen sich vor Freude in den Armen. Durch ihren Widerstand hatten sie Treva befreit und den Weg in eine bessere Zukunft geebnet. Der Nachmittag näherte sich dem Abend und ein Lied schepperte durch die Straßen.

(Lied) „Sonnwinn du mein Königreich sollst ewig über uns wachen. Sonnwinn du mein Königreich, du bist das Schwert was köpft den Drachen, den Drachen, den Drachennnn. 

Durch die aller längste Dürre und im Angesicht des Sturme, schwöre ich dem König Obacht, hoch oben auf dem Turme. Mein allerliebster Schatz, meine Frau mein großes Glück. Sitzt Tag und Nacht am Fenster und hofft ich komm zurück. Und werde ich getötet, zerteilt durch Drachens Kralle. Lande ich halt im Himmel, kniend vor Königen in der Halle.

Sonnwinn du mein Königreich sollst ewig über uns wachen. Sonnwinn du mein Königreich, du bist das Schwert was köpft den Drachen, den Drachen, den Drachennnn.“

(Bürger) „Lasst uns die ganzen Schurken in den Kerker sperren und an Sonnwinn ausliefern!“,

rief ein Bürger, der das Dach des Planwagens hinter dem Schafott abriss. Die Bürger begannen sofort damit die bewusstlosen Banditen zum Karren zu schleifen. Wer noch laufen konnte wurde an einer langen Kette hinter dem Wagen gefesselt. Der Lageroffizier und der Henker kamen zum Schluss, acht Leute schmissen die beiden auf die Ladefläche. Ihre Körper waren stramm verschnürt und ihre Augen verbunden mit schwarzem Stoff. Der Planwagen mit den Gefangenen fuhr mit Schritttempo um das Schafott herum und über den Marktplatz, durch die jubelnde Masse in den Westen der Stadt. Viele Bürger folgten ihm, während sie Tomaten und Eier auf die mitlaufenden Banditen an der Kette warfen. Ein dicker, pickliger Mann hob seine kalkweißen Arme in die Luft und schrie:

(Dicker Mann) „Heute Singen, Tanzen, Trinken wir! Juhuuu! Meine erste Feier mit Frauen seit langem!“

Ein anderer Bürger blickte auf den total hässlichen, dicken Mann und sprach verärgert:

(Bürger) „Lass bloß die Finger von meiner Tochter! Sonst dreh ich dich durch den Fleischwolf, das sag ich dir!“

Der Dicke senkte seine Arme und schaute traurig mit Schmolllippen im Gesicht auf den Boden. Die Stadt war außer sich vor Freude.

(Gastwirt) „Margret wir sind endlich frei!“,

rief der Gastwirt erleichtert seiner Liebsten zu.

(Margret) „Ja mein Schatz endlich, heute wird gefeiert!“

Thomas hatte das sich umarmende Paar gehört und fragte:

(Thomas) „Wie geht es dem Bürgermeister und den anderen?“

Die beiden wendeten sich ihm zu und im Arme ihres Mannes antwortete Margret ihm:

(Margret) „Der Bader hat mir gesagt sie kommen alle über`n Berg! Sie hatten wohl alle großes Glück!“

Thomas grinste, drehte sich um und fing vor Freude an zu heulen. Der Bader war der Mediziner im Westen der Stadt und verarztete gerade die Verwundeten. Im ersten Stock seines Hauses saß Gottwin auf einem Bett. Sein Leinenhemd lag neben ihm und er zog einen Verband stramm, der um seinen Brustkorb und über die Schulter verlief.

(Gottwin) „Das war knapp, fast hätte er mein Herz getroffen. Dieser Ingram war echt ein harter Typ! Ich muss trainieren um noch stärker zu werden!“,

sprach er zu sich selbst. Mit seiner rechten Hand berührte er sachte den Verband unter dem sich die Stichwunde befand. In seinem Kopf spielten sich Szenen des Kampfes ab und er gestand sich ein, wie leichtsinnig es von ihm gewesen war solch einem Gegner ohne Waffe gegenüber zutreten. Gott sei Dank war ja alles noch einmal gut ausgegangen. Der Gastwirt und Margret hatten ihn sofort als der Lageroffizier gefallen war von dort weggebracht. Die Sonne die durch das Fenster schien wurde immer schwächer. Gottwin warf einen Blick durch den Raum. Vor ihm standen 4 gefüllte Betten. In ihnen lagen der Bürgermeister, Hella, Witold und Nandrad. Nach einiger Zeit öffnete sich die Tür und ein alter Mann schritt hinein.

(Bader) „Sitzt der Verband? Ich muss dir danken Junge! Dass du die Stadt endlich aufgeweckt hast!“

Gottwin griff nach seinem Hemd und zog es sich vorsichtig über. Der Bader hatte das selbe Alter und war genau so Groß wie der Bürgermeister. Die beiden ähnelten sich sehr. Dem Bader standen nur seine weißen, vollen Haare zu Berge. Mit einem Stethoskop um den Hals schritt er an das Bett von Hella. Aus den tiefen Taschen seines Kordmantels ragten Stäbchen und Verbände heraus.

(Gottwin) „Der Verband sitzt gut! Mir danken? Dank lieber den anderen! Alleine hätte ich das niemals geschafft!“,

sagte Gottwin der an Astrid denken musste, die auf dem Schafott getötet wurde. Er hatte keine Chance den Tod zu verhindern und beinahe wäre auch noch Witold gestorben. Der Bader sah wie Gottwin im Inneren trauerte und beruhigte ihn:

(Bader) „Keine Sorge, das mach ich. Es wird nicht mehr lange dauern, bis der Bürgermeister und Hella aufwachen. Geh doch solange raus auf den Marktplatz, dort soll es ein riesiges Fest geben.“

Gottwin sprang sofort vom Bett, zog seine Schuhe an und rannte zu Tür. Eine gute Fete hätte er sich niemals entgehen lassen. Voller Aufregung stotterte er:

(Gottwin) „Sag den anderen das ich feiern bin! Danke Alterchen.“

Als er aus der Tür raus war, stand er in einem Flur mit mehren Türen. Er entdeckte die Treppe und malte sich schon die bunteste Feier aus die er jemals erlebt hatte. Unten an der Treppe stand er in einem großen Raum. Frauen versorgten überall verletzte Bürger und legten Verbände um Schnitt- und Platzwunden. Als sie Gottwin sahen, riefen sie:

(Bürger) „Da ist Gottwin! Unser Held aus Sonnwinn!“

Danke Gottwin! Treva ist endlich befreit!“

Gottwin ging durch den Raum zur Eingangstür ohne ein Wort zu sagen. Die Menschen schauten zu ihm auf und man sah, dass es ihm unangenehm war. Durch die Tür ging es hinaus in eine Seitenstraße, die parallel zum Markt verlief. Über die Dächer der Stadt hallte das Fest. Gottwin bog an einer Kreuzung ab und sah den hell aufleuchtenden Marktplatz. Das Schafott brannte lichterloh. 5 Meter hohe Flammen peitschten durch die Lüfte. Beim verpuffen der Balken wurde die Glut hoch in den Himmel getragen und schimmerte wie Sterne über der Stadt. Bier, Schnaps und Gegrilltes versüßte den Bürgern den Triumph. Auf dem ganzen Marktplatz waren Tische, Bänke und Stühle aufgebaut worden. Reich gedeckt mit Obst-, Wurst- und Käseplatten. Musiker zauberten feierliche Melodien aus ihren Instrumenten und begleiteten die tanzenden Bürger. Gottwin, der dachte zu verhungern, lief zu einem Mann der abseits der Masse ein riesiges Spanferkel über dem Feuer drehte. Als Thomas ihn sah, stellte er sich auf den Tisch und rief so laut er konnte:

(Thomas) „Da ist er ja! Hört ihr? Gottwin der tapfere Kämpfer Sonnwinns ist da!“

Gottwin der schon eine Keule vom Spanferkel abgegriffen hatte, schaute auf die Leute. Jeder Bürger hatte seinen Blick auf ihn gerichtet. Einige Bürger sagten:

(Bürger) „Thomas fang bloß nicht wieder an zu heulen, du Lappen!“

Genau Thomas, lass den Jungen doch erst mal etwas essen!“

Gottwin esse und trinke soviel du willst und lasst uns zusammen feiern!“

Thomas setzte sich wieder deprimiert, mit gesenkten Kopf auf die Bank. Er wurde mal wieder nicht für voll genommen. Der picklige Dicke saß neben Thomas und sagte zu ihm:

(Dicker Mann) „Thomas lass den Kopf nicht hängen, wir reißen gleich ein paar Frauen auf!“

Thomas schaute in sein Eiterpickel übersätes Gesicht und winkte nur ab:

(Thomas) „Wenn du an meine Tochter ran gehst, schlag ich dich tot!“

Auf dem Gesicht des Dicken zeichneten sich wieder Schmolllippen ab und er senkte niedergeschlagen den Kopf. Gottwin betrachtete die feiernden Bürger, während er seine Keule aß. Auf der östlichen Seite des Marktes amüsierte ein Gaukler viele Kinder. Er hatte sich wie ein Bandit verkleidet und die Kinder jagten ihn über das Pflaster mit kleinen Stöcken. Um den Marktplatz herum lagen noch Haufenweise tote Banditen. Gottwin sah plötzlich ein Rudel kleiner Hunde und fing an nach Nixgegessen zu rufen. Einige Bürger unterstützten ihn und der Name schallte durch die Stadt.

(Bürger) „Hier ist er, Nixgegessen da lang!“

Der schmächtige Nixgegessen schleppte sich zu Gottwin, der immer noch seinen Namen rief. Vor Gottwin angekommen wedelte das Gerippe mit dem Schwanz und Gottwin legte ihm die Schweinekeule vor die Nase. Nixgegessen fing sofort an zu schlingen und so hatte auch Nixgegessen am heutigen Tage etwas gegessen. An einem Tisch riss ein Mann seinen Krug hoch und sagte laut:

(Bürger) „Der Junge aus Sonnwinn hat einen tollen Charakter! Aber wenn der Hund was isst, dann liegt immer sein widerlicher, stinkender Durchfall am nächsten Tag in den östlichen Straßen!“

Seine hübsche Frau lachte, schaute ihn an und sprach:

(Frau) „Komischerweise warst du an den Tagen auch immer die ganze Nacht in der Kneipe! Außerdem hab ich den Hund noch nie kacken sehen!“

Alle um den Mann herum warfen ihm einen ernsten Blick zu. Doch dann brachen sie in einem vom Herzen stammenden Gelächter aus. Ertappt, gingen seine Worte im Lärm unter:

(Mann) „Ach quatsch, du Waschweib erzähl hier keinen Mist!“

Die Nacht über ihnen war Sternen klar und der Marktplatz sah immer noch aus wie ein Schlachtfeld. Doch mit jedem Bier stieg die Stimmung. Schatten füllten plötzlich die Straße aus der Gottwin gekommen war. Zwei Personen schleppten sich schwerfällig auf Krücken zum Fest. Auf dem Marktplatz angekommen knüppelte die kleinere Person seine Krücke solange auf die Steine, bis sie die ganze Aufmerksamkeit der Bürger hatte.

(kleinere Person) „Wie könnt ihr jetzt feiern? Wir müssen unsere Verteidigung aufbauen! Es gibt viel zu tun! Alle sofort ab nach Hause und wenn die Sonne aufgeht dann…“

Alle Bürger erhoben sich von ihren Bänken und jene die tanzten blieben stehen. Margret ließ ihn gar nicht seinen Satz zu Ende aussprechen:

(Margret) „Da ist unser Bürgermeister und Hella!“

Thomas war schon wieder den Tränen nah. Alle Bürger liefen nach vorn und versammelten sich um den Bürgermeister und Hella. Die beiden sahen mitgenommen aus und es fiel ihnen schwer sich auf den Beinen zu halten. Die Bürger Trevas sprachen einer nach dem anderen:

(Bürger) „Du musst wieder unser Bürgermeister sein!“

Genau, das kann kein anderer! Du bist der einzige mit Beziehungen nach Sonnwinn“

Der Alte ist das Richtige für das Amt!“

Ich bin so froh, dass sie nicht gestorben sind!“

Der Bürgermeister war überwältigt davon, wie viel Rückhalt er von der Stadt bekam. Dennoch empfand er es töricht hier so einen Aufstand zu machen. Von Glückshormonen überschüttet sagte er jedoch:

(Bürgermeister) „Ich danke euch! Aber wir dürfen hier nicht auf unseren Ärschen sitzen und feiern! Wir müssen Anfangen den Gürtel Trevas fertig zu stellen!“

Die Bürger wussten das er recht hatte. Die Gemeinde hatte aber nach 20 Jahren endlich einmal wieder die Möglichkeit gemeinsam und furchtlos zu Feiern. Margret verstand zwar sein Standbein doch antwortete sie ihm:

(Margret) „Das machen wir morgen, heute Nacht wird gefeiert! Davon ab ist mein Mann schon richtig knülle“

Einige Bürger drehten ihren Kopf und schauten auf den Tisch an dem der Gastwirt saß. Er lag förmlich auf seinem Holzstuhl, sein Hemd aufgeknöpft und summte mit dem Krug in der Hand das Sonnwinnlied. Die Menge widmete sich wieder dem Bürgermeister zu und widerwillig akzeptierte er das heutige Fest. Hella schaute durch die Menge, bis ihr Blick beim Bürgermeister endete.

(Hella) „Ich muss jetzt schnell zu den Kinder zurück und essen machen!“

Traurig hob sie die erste Krücke nach vorne um los zugehen. Da sagte der Wirt der Kneipe Platzwunde:

(Wirt) „Hella richtig? Mach dir keine Sorgen! Wir haben die Kinder schon alle in die Stadt geholt, schau dahinten spielen sie mit unseren Kindern und dem dummen Gaukler.“

Hella war gänzlich verwundert. Sie erkannte ihre sauberen, in festlicher Kleidung steckenden Kinder gar nicht wieder. Alle sahen glücklich aus während sie auf den gestürzten Gaukler eindroschen. Sie war so glücklich das eine Krücke ihr aus der Hand gelitten war und stotterte:

(Hella) „Wieso? Hab ihr euch um sie gekümmert?“

Der Wirt und die anderen Bürger schmunzelten und viele antworteten ihr mit ehrlichen Worten:

(Wirt) „Ihr habt uns geholfen obwohl wir euch Jahre lang wie Dreck behandelt haben! Ab heute sind wir für euch da!“

(Bürger) „Das ist unsere Entschuldigung, ihr könnt ab jetzt hier bei uns in der Stadt wohnen wir haben noch einige freistehende Häuser!“

(Bürgerin) „Du und Astrid ihr wart so mutig auf dem Schafott! Wir alle möchten uns aus tiefstem Herzen bei dir entschuldigen!“

(Bürgerin) „Mein, unser zu tiefstes Beileid!“

Hella war sprach los, sie dachte an Astrid. Der Schmerz ihrer verstorbenen Schwester saß tief in ihr. Die Bürger näherten sich ihr und klopften aufmuterungsvoll auf ihre Schultern. Irgendwann beugte sich der Wirt nach der Krücke die am Boden lag und packte danach Hella behutsam unter dem Arm. Sie schaute in sein freundliches Gesicht und er schlug ihr vor:

(Wirt) „Komm mit zu meinem Tisch, ess und trink erst mal was!“

Mehrere Leute begleiteten Hella die vom Wirt gestützt wurde zur Tischreihe. Sie hatte viele Fragen und unterhielten sich prächtig mit einander. Ein Mann rief:

(Mann) „Jetzt singen, tanzen, trinken wir! Heute bleibt kein Auge trocken!“

Die Gitarristen schepperten in ihre Klampfen und die Seiten der Harfen wurden wie die eines Bogens gezupft. Die Gaudi begann jetzt richtig. Leute stellten sich auf die Bänke und stampften mit den Füßen zum Rhythmus. Männer und Frauen tanzten gut gelaunt zwischen den Tischen. Das Bier floss in Strömen. Literweise jagte ein Schnaps den anderen. Eine Polonaise aus Frauen und Kinder zog sich durch die Tischreihen. Ihre Männer grölten im Sturztrunk, kaum einer konnte mehr richtig stehen. Immer wieder stimmte ein Bürger an:

(Bürger) „Treva ist?“

Und aus allen Kehlen donnerte es auf dem Marktplatz,während sie mit einem Lachen auf den Lippen ihre Fäuste in die Luft streckten.

(Alle Bürger) „Frei!“,

Gottwin hatte sich am Spanferkel satt gegessen und am Bier vergriffen. Mit der Lampe an, führte er die Polonaise singend über den Markt. Hella sah ihn an, es schien als hätte er alles was passiert war vergessen. Lachend knallte er eine Länge nach der anderen. Sie lehnte sich nach hinten aus der Sitzreihe und rief ihn mit tiefer Stimme zu:

(Hella) „Gottwin wolltest du nicht irgend einen Kommandobeute suchen?“

Ihm lief es eiskalt den Rücken hinunter. Die Polonaise stoppte abrupt, die eine oder andere schusselige Frau stolperte auf die Bänke. Der Bürgermeister schaute Gottwin verdutzt an und stellte sich die Frage „War Gottwin ein Kommandant?“ Das hätte nämlich auch seinen Plan und seine Handlung erklärt.

(Gottwin) „ Stimmt ja, *hicks* der Kommandobeutel*hicks*! Wisst ihr wo ich einen dicken Mann mit blauen Zylinder finde? *hicks*“

fragte Gottwin, der hoffnungsvoll in die Leute blickte. Ein dicker Mann, der gegenüber von Thomas saß rief:

(Mann) „Hier sitzt ein Dicker mit Pickel, aber ihm fehlt der Hut!“

Erneut senkte sich der Kopf verziert von Schmolllippen, doch diesmal gab er Wiederworte:

(Dicker) „Wieso hackt ihr alle auf mir rum?“

Jeder starrte ihn grimmig an und man merkt das ihn keiner Mochte. Eine hübsche, mollige Frau sagte:

(Frau) „Damals bist du so frech über uns hergezogen und jetzt stört es dich? Erst große Klappe haben als dünner Hering und jetzt meckern? Du bist mir der Richtige! Aber lasst uns nicht mit dem „Herr Charakterlos“ herumärgern, Gottwin scheint unsere Hilfe zu brauchen!“

Gottwin konnte sich das lachen nicht verkneifen und er rieb sich eine Träne aus dem Auge, während er nochmals sagte:

(Gottwin) „Ihr habt Probleme! Ich such einen kleineren, dicken Mann mit blauen Zylinder! Ich hatte ihm gestern auf dem Reittiermarkt meine Pferde verkauft und ich hatte etwas vergessen aus der Satteltasche zu entnehmen.“

(Bürger) „Der meint bestimmt die Krumme Nase!“

(Bürger) „Bestimmt, dieser Mistkäfer hat mich mal um 3 Hühner gebracht!“

(Bürger) „Gottwin den findest du bestimmt im Handelsteil von Treva. Soweit ich weiß hat er da einen Stall angemietet. Das liegt im Westen, soll ich dir zeige…?“

Doch Gottwin war schon in die Straße westlich aufgebrochen aus der er kam. Im Spurt rief er der Menge noch zu:

(Gottwin) „Danke, Danke! Ich komm gleich wieder *hicks*!“

Er rannte willkürlich durch die düsteren Straßen, an den verschiedensten Geschäften vorbei. Wenige Laternen erhellten die Straßen und Gassen, sodass man die Hand vor Augen sehen konnte. Als er auf eine große Straße abbog. Folgte er ihr weiter westlich, bis sich vor ihm plötzliche eine große Wiese erstreckte. Viele Zäune trennten dutzende von Parzellen ab. In jeder dieser Parzellen standen Ställe und auf vielen brannte eine große Kerze in einer Laterne. An diesem Ort wurden die Reittiere untergebracht, die Händler schliefen meist auch dort um ihre Tiere zu bewachen. In der Dunkelheit erkannte er 2 Gestalten, die auf ihn zu liefen.

(Mann) „Da verkauft der Dicke mir zwei Hengste für 1000 Silber Wahnsinn, was ein Narr und wie eilig er es hatte. “,

sprach einer der beiden Männer die Gottwin entgegen kamen. Sie führten jeweils zwei braune Pferd hinter sich her. Der andere Mann sagte:

(Mann) „Ja, was hat den wohl gestochen, dass er so schnell von hier weg wollte! „Informationen sind mehr Wert“ hat er immer gesagt. Komisch was für Infos, die Krumme Nase will bestimmt den nächsten Offizier aufsuchen und erzählen was hier passiert ist! Aber die sollen ruhig kommen!“

Die beiden Männer erkannten Gottwin der vor ihnen auf der Straße stand und erstaunt fragten sie:

(Mann) „Was machst du den hier?“

(Mann) „Auf dem Marktplatz ist ein Fest und du bist herzlich eingeladen!“

(Gottwin) „Habt ihr einen Mann mit einem blauen Zylinder gesehen *hicks*? Er müsste zwei Pferde dabei haben die genau so aussehen wie eure!“

Die Männer lachten ihn an und holten die Pferde hinter sich hervor. Danach sprach einer der beiden:

(Mann) „Ja klar haben wir ihn gesehen! Ich hab gerade die zwei braunen Hengste für einen super Preis bekommen! Aber die Krumme Nase ist jetzt weg, er wollte die Stadt verlassen!“

Gottwins Gesicht verzog sich und er schien verärgert. Hastig fragte er erneut:

(Gottwin) „Ich muss ihn unbedingt finden *hicks*! Ich hab ihm zwei braune Hengste verkauft und hab aus einer der Satteltaschen vergessen etwas zu entnehmen *hicks*!

Die Männer schauten sich erst fragend an, doch dann war ihnen bewusst was los war und einer sagte:

(Mann) „Gottwin du hast wohl schon gut einen im Arsch, was? Was suchst du den?

(Gottwin) „Einen kleinen schwarzen Beutel *hicks*! Wo ist die Nase?“

Die Männer drehten sich zu den Pferden und suchten in den Satteltaschen, bis einer den Beutel fand.

(Mann) „Meinst du den?“

(Gottwin) „*hicks* Da ist er ja! *hicks* Aber wie kommt den der Beutel in die Satteltaschen von euren Pferden?!? *hicks* “

(Mann) „Du bist mir einer! Das Trevagebräu knallt wohl bei einem aus Sonnwinn ganz gut!“

Die Männer legten die Hände auf Gottwins Schultern und liefen mit ihm zu einem Stall, wo sie die Pferde unterbrachten. Danach schritten sie mit Gottwin zurück zum Marktplatz. Dort war das Fest immer noch im vollen Gange, die Bürger sangen, tanzten und tranken. Der Gaukler rannte mit einer selbstgebastelten Henkersmütze hinter den schreienden Kindern her und alle strahlten vor Freude. Treva war frei, doch „was würde in den nächsten Wochen auf sie zukommen?“ Das konnte und wollte an diesem Abend keiner wissen!

Kapitel 8 – Der Gürtel Trevas

4 Gedanken zu “Kapitel 7 – „Singen, Tanzen, Trinken“”

  1. Am besten waren die Kinder und der Gaukler 😉 *hicks*

    Der böse Dicke kriegt auch sein Fett weg^^^^^^^^^^^

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  2. Was ein geiles Fest! Ja der Gaukler und die Kinder waren gut Jessi :-)!

    Jetzt will ich aber endlich wissen was in diesem Beutel steckt.

    Der unfreundliche Dicke war gut. Ich kenn auch so einen der hatte früher wo er dünn war immer großes Maul!

    Also ich sag, die bauen die Mauer aus Kapitel 4 oder so wieder auf. Das wird bestimmt der Gürtel sein! *hicks*

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  3. Ich danke dir für dein Folgen, freue mich, wenn du die Sätze des Tages begleitest.
    Nun habe mich gerade von deinem Kapitel in eine fremde Welt entführen lassen. Das vermögen Worte. Herzliche Grüße, Marion

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  4. deutschtrailer sagte:

    Danke für den Beitrag!
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